Sieger des Posterwettbewerbs
Download Zusammenfassung Photonensiebe als Optiken für die
Sensorik im Terahertz- bis Röntgenbereich
Messung von Wirkungsquerschnitten
an Einzelmolekülen
Lars Kastrup und Stefan W. Hell
Abteilung für NanoBiophotonik
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen
Zusammenfassung
Molekulare Wirkungsquerschnitte wurden erstmals an
Einzelmolekülen mit Hilfe einer direkten Methode gemessen,
die unabhängig ist von Kalibrationsstandards oder der Kenntnis
der Fluoreszenzquantenausbeute. Es wurden an einzelnen JA-26 Farbstoffmolekülen
Sättigungskurven der stimulierten Emission aufgenommen, die
mit Hilfe eines photokinetischen Dreiniveau-Modells analysiert wurden.
Die Verteilung der Wirkungsquerschnitte spiegelt die unterschiedlichen
Molekülorientierungen wider.
Abb. 1 Anregungs- und Fluoreszenzspektrum
von JA-26 und beteiligte Wellenlängen
Einleitung und Methode
Der Wirkungsquerschnitt von photoinduzierten Übergängen
kann als Photoneneinfangquerschnitt eines Moleküls interpretiert
werden. Dessen quantitative Kenntnis ist nicht nur von grundlegendem
Interesse, sondern auch unverzichtbar für spektroskopische
Anwendungen und die Entwicklung von Farbstofflasern. Wir stellen
eine Methode vor, die eine direkte Bestimmung des Wirkungsquerschnittes
stimulierter Emission erlaubt und anders als bisherige Ansätze1
nicht von Vergleichsstandards oder der Kenntnis der Quantenausbeute
abhängt. Als Einzelmolekülmethode erfordert sie auch nicht
wohldefinierte Farbstoffkonzentrationen. Es werden einzelne Moleküle
des Farbstoffs JA-26 im kurzwelligen Bereich des Absorptionsspektrums
durch einen Pikosekunden-Laserpuls angeregt und anschließend
einem zweiten sog. STED-Puls (Stimulated Emission Depletion) im
langwelligen Bereich des Fluoreszenzspektrums ausgesetzt (Abb.
1). Die (Rest ) Fluoreszenz wird in einem 60 nm breiten Spektralband
nahe dem Emissionsmaximum detektiert. Durch Erhöhung der Laserleistung
werden STED-Sättigungskurven aufgenommen.
Abb. 2 Dreiniveau-Modell
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